Wie schützt man sich vor einer HIV-Ansteckung im Urlaub?
Posted in Allgemein on 01/06/2012 04:44 pm by adminHäufig sind sich Urlauber nicht im Klaren darüber, dass in vielen Ländern die Gefahr von HIV-Infektionen groß ist. Einige Länder Afrikas und Südostasiens haben sogar ein extrem hohes Risiko für eine Ansteckung. In manchen tropischen Urlaubsländern sind bereits über 10 Prozent der Bevölkerung mit dem HI-Virus infiziert, in Kenia schon 12 Prozent und das mit steigender Tendenz.
Fernreisende müssen lernen, Gefahren richtig einzuschätzen
Allgemein wird das HIV-Risiko auf Reisen unterschätzt. Der Urlauber ist in ausgelassener Stimmung, wähnt sich vor Gefahren sicher. Vor allem sind es junge Menschen ohne feste Partnerschaft, die sich im Fernurlaub infizieren. Häufig wird die Erkrankung aber erst viele Jahre später diagnostiziert. Oft wird erst, wenn der Betroffene anhand untypischer Symptome wie zum Beispiel dauerhaftem Durchfall eine Klinik eingeliefert wird, ein Test gemacht, der Aufschluss gibt.
Leichtsinn kann tödlich sein
Leider lassen sich viele Touristen, ob bewusst oder nicht, im Urlaub auf ungeschützten Geschlechtsverkehr mit Einheimischen ein. Man hat in den Ferien eine „Mir passiert das nicht“-Mentalität entwickelt und wähnt sich außerhalb jeder Gefahr. Genau diese Haltung kann lebensgefährlich sein. Alkoholkonsum und Party Drogen verstärken das Ansteckungsrisiko erheblich.
Vorsorge ist lebenswichtig
Oberstes Gebot sollte daher die Prävention sein, die mit einer ausführlichen medizinischen Beratung vor Reiseantritt beginnt. Kondome und Enthaltsamkeit sind der beste Schutz vor Ansteckung, und das trifft auf jede Altersgruppe zu. Darum gehören für Afrika- und Asienurlauber, die auf ein sexuelles Abenteuer aus sind, Kondome unbedingt ins Reisegepäck.
Man muss ebenfalls wissen, dass vor allem in Afrika 5 bis 10 Prozent der Blutkonserven mit HIV-Viren verseucht sind. Medikament aus Blutkonserven oder Bluttransfusionen können also gravierende Folgen haben. Gerade Helfer in medizinischen Berufen, die in afrikanischen Ländern arbeiten, sind einem stark erhöhten Risiko ausgesetzt, an HIV zu erkranken. Für diese Berufsgruppen wurden PEP-Medikamente entwickelt, die prophylaktischen Schutz geben können.
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