Sizilien ist die siebtgrößte Insel Europas, die größte im Mittelmeer und die größte Italiens. Die Fläche der Insel Sizilien, die mehr als 5 Millionen Einwohner zählt, beträgt 27.708 Quadratkilometer. Zu der autonomen Region Sizilien zählen neben der gleichnamigen Hauptinsel auch mehrere kleinere Inseln. Dazu gehören im Nordosten die Inselgruppe der Äolischen Inseln, die Ägadischen Inseln im Westen, die Pelagischen Inseln im Süd-Westen und die Insel Ustica nördlich von Palermo. Messina liegt nur drei Kilometer von Kalabrien entfernt und vom südlichsten Zipfel der Insel Sizilien sind es nur mehr 140 km nach Tunesien.
Nach Catania und nach Palermo, der Hauptstadt der Insel Sizilien, starten vom italienischen Festland täglich mehrere Fähren. Nach Catania kommt man von Neapel mit TTTLines, von Civitavecchia mit Grimaldi Lines und von Malta mit den Fähren Virtuferries und Grimaldi Lines. Nach Palermo fahren die Fähren von Genua, Civitavecchia, Tunis, Cagliari, Neapel, Salerno und Livorno ab. Weitere Fährverbindungen nach Sizilien gibt es von Cagliari, Civitavecchia und Tunis nach Trapani, sowie von Malta nach Pozzallo. Neben den Fähren verkehren auch zahlreiche Passagierschiffe und Tragflügelboote nach Catania und nach Palermo. Bei den Sizilien Reisen mit der Fähre erfreut sich das Inselhüpfen im Mittelmeer zwischen Sizilien, Sardinien und Korsika besonders großer Beliebtheit.
Ohne nach Catania zu fahren, ist ein Urlaub auf Sizilien nicht perfekt. Nach Palermo ist Catania mit rund 400.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Siziliens. Zählt man noch das periphere Umfeld von Catania hinzu, steigt die Zahl der Einwohner auf 800.000.
Unter dem wachsamen Blicken des Ätna, hat Catania im Laufe seiner Geschichte viele Naturkatastrophen erlebt. Sieben Mal wurde Catania durch Vulkanausbrüche des Ätna zerstört. Dazu kommen noch mehrere verheerende Erdbeben. Die letzten beiden schlimmsten Erdbebenkatastrophen waren in den Jahren 1169 und 1693, die jeweils den völligen Neuaufbau von Catania erforderlich machten.
Im Jahr 2002 erklärte die UNESCO das historische Zentrum von Catania zum Weltkulturerbe der Menschheit. Seitdem wurden in der Altstadt von Catania viele der Denkmäler restauriert, um ihnen wieder zu ihrem alten Glanz zu verhelfen. Der Ursprung Catanias geht bis in das Jahr 730 v. Chr. zurück, als die Griechen auf Sizilien einmarschierten. Dies war auch der Beginn einer langen Reihe von Invasionen und Eroberungen, die die Insel Sizilien im Laufe ihrer Geschichte kennzeichneten. Später waren es dann die Normanen, Byzantiner, Araber und Spanier, die nach Catania kamen. All diese Invasionen ließen Catania zu einem Schmelztiegel der verschiedensten Kulturen werden. Catania ist auch Sitz der ältesten Universität Siziliens, die 1434 von Alfonso V. von Aragon gegründet wurde.
Wer immer auch nach Catania kommen mag, wird von der Schönheit der Stadt tief beeindruckt sein. Absolut besucht werden sollten der Domplatz mit seiner Kathedrale, dem Rathaus und dem weltberühmten Elefantenbrunnen von Vacarini, der Fischmarkt, das Theater und das römische Amphitheater, die Via Crociferi mit ihrer endlosen Reihe an Kirchen, die Bellini Gärten, das Theater Massimo Vincenzo Bellini, das nach dem berühmten lokalen Komponisten benannt ist, die Via Etnea mit ihren Geschäften und Kneipen, das Benediktinerkloster, das heute die Universität für Geisteswissenschaften beherbergt, und nicht zuletzt die vielen barocken Gebäude, die in ganz Catania verstreut liegen.
Wer in Catania weilt, der sollte sich auch keinesfalls den Genuß der typischen Pasta alla Norma mit Auberginen und Ricotta entgehen lassen. Das Leibgericht der Catanier wurde nach dem Lieblingssohn der Stadt, dem Komponisten Vincenzo Bellini benannt, der die Oper Norma komponierte. Wer des Weiteren das Glück hat, zwischen dem 3. und 5. Februar nach Catania zu kommen, wird Zeuge eines atemberaubenden religiösen Stadtfestes sein, das während dieses Zeitraums zu Ehren der heiligen Agatha, der Schutzheiligen von Catania abgehalten wird.